Schreiben und SprechenTexte

Bericht «Tijuana: Nun sind Lösungen gefragt!»

Als Leistungsnachweis erhielten wir mehrere Texte aus verschiedenen Quellen und mussten in kurzer Zeit einen Bericht schreiben. Dadurch sollte die Situation in einer Redaktion simuliert werden.

Der Text

In Mexiko nimmt die Hetze gegen die Flüchtlinge aus Mittelamerika zu und die Lage hat sich zuletzt immer mehr zugespitzt.

Karawanen von Menschen sind auf dem Weg in die USA, während viele in Tijuana feststecken. Die mexikanische Regierung ist gezwungen zu handeln und Lösungen mit den Migranten und den Vereinigten Staaten zu finden. Währenddessen machen sich Gegenstimmen der Bevölkerung breit. Die Lage scheint zu eskalieren.

Verhaftungen von Migranten

Die Flüchtlinge ziehen durch Mexiko, um in der USA eine Arbeit zu finden. Bisher scheuten sich die mexikanische Einwanderungsbehörde grosse Migrantengruppen in den Weg zu stellen. Doch verhaften sie nun 213 Migranten, die sich aus den Karawanen lösten. Jene ohne angemessene Ausweisdokumente müssen mit einer Abschiebung in ihre Heimatländer rechnen. Für die Restlichen hat die mexikanische Regierung inzwischen angeboten, Arbeitsplätze zu schaffen. Denn sie könnten im Land bleiben, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Aufstand in Tijuana

Es bildeten sich Demonstrationen, die teils bis knapp vor das Flüchtlingscamp in Tijuana vordrangen, wo die flüchtenden Menschen aus größtenteils Honduras, El Salvador und Guatemala untergebracht wurden. «Mexiko zuerst» und «Keine Karawanen mehr» verkündeten die Demonstranten und konnten erfolgreich von den Migranten ferngehalten werden. Bürgermeister von Tijuana, Juan Manuel Gastélum, äusserte sich laut dem evangelischer Pressedienst Frankfurt ebenfalls massiv gegen die Flüchtenden: «Das ist ein Haufen Arbeitsscheuer und Drogenabhängiger». Dem widerspricht der Honduraner Vicente Romero Pimea gegenüber dem ZDF, denn wer auf dem Gelände Drogen verkaufe, fliege sofort raus. Und gerade weil er arbeiten wolle, sei er hier gelandet. Eine Minderheit zeigte jedoch auch Solidarität mit den Flüchtlingen und fungierten als freiwillige Helfer im Camp und organisierten kleine Gegendemonstrationen.

Noch keine Einigung

Nachdem die Washington Post bereits über eine Einigung der USA und Mexiko berichtet hatte, dementiert dies nun das Büro der mexikanische Innenministerin Olga Sánchez Cordero. In der Stellungnahme wurde mitgeteilt, es sei „kein Vertrag irgendeiner Art“ zwischen der künftigen Regierung von Mexiko und Washington geschlossen worden. Dies bestätigte ebenfalls die Innenministerin am 24.11.2018 puttygen download , wie die Zeitung «Excelsior» berichtete. Laut Sánchez Cordero sei eine kurzfristige Lösung vorhanden, langfristig gehe es aber darum, die Fluchtursache zu bekämpfen.

Sturm auf den Grenzzaun

Die knapp viertausend, nach Schätzungen der Vereinten Nationen siebentausend Menschen aus Zentralamerika wurden keine 50 Meter vom Grenzzaun zu den USA entfernt untergebracht. Der 20 Jahre alte Lenín Herrera sagte zur Süddeutschen Zeitung, es mache keinen Unterschied ob er hier verrecke oder zurück nach Honduras müsse. Wer in einer solchen Situation lebt, zieht auch aussichtslose Unterfangen in Erwägung. Hunderte Männer, Frauen und Kinder versuchten den Zaun zu stürmen und wurden von knapp 6000 Trump entsandten Soldaten mit Tränengas und Gummigeschosse zurückgeworfen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis betonte, es waren „keine Schusswaffen“ im Einsatz, trotzdem trugen einige starke Verletzungen davon. Die Kosten des Einsatzes an der Grenze werden derzeit auf 72 Millionen Dollar geschätzt, die Zahl werde voraussichtlich noch steigen. Die ganze Thematik könnte sich jedoch positiv auf Trumps Wahlkampf der Kongresswahlen von Anfang November auswirken. Ob und wann eine Einigung der USA mit Mexiko geregelt wird, ist noch abzuwarten.

yw

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