Bild & Ton

Kneipendemo – Das Anti-War Café in Berlin Mitte

Fake-News, Lügenpresse und alternative Fakten. Diese Begriffe sind zur Zeit so populär, wie nie zuvor. Der Druck auf die Medien ist gross, denn Konsumenten stehen ihnen immer kritischer gegenüber. Dies war nicht immer so, doch schon immer gab es einzelne Menschen, welche die Medien kritisch hinterfragten. Einer davon ist Heinrich Bücker. Im Herzen von Berlin-Mitte betreibt er seit rund zehn Jahren ein Café, welches einen etwas anderen Blickwinkel auf politische und geschichtliche Themen wirft. Das Anti-War Café greift eine breite Palette an Themen auf. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie die globale Flüchtlingskrise, die Entstehung von Bewegungen wie der AfD, Sozialabbau, Obdachlosigkeit in Deutschland und Kriegsgeschehen in der ganzen Welt.

Dabei tanzt das Café tanzt nicht nur thematisch, sondern auch rein optisch aus der Reihe. Vor dem Eingang hängen T-Shirts, Plakate mit grossen Aufschriften und ein leuchtendes Peace-Zeichen. Drinnen sind die Wände zugekleistert mit Fotos von Gästen, welche Friedenshelme tragen, Zeitungsartikeln und Plakaten mit Aufschriften wie «Kein Mensch ist illegal. Krieg ist illegal» oder «Nie wieder Krieg. Frieden mit Russland». Konsumiert werden «kritischen Medien» wie junge Welt oder russische Formate wie RTdeutsch. Denn, der Berichterstattung anderer Medienkanäle, oft in Verbindung mit Russland, steht man eher misstrauisch gegenüber.
Das Café bildet aber nicht nur eine Plattform für alternative Medien, sondern auch für Kunst, Bücher, Musik und Filme. Auch Ausstellungen und Veranstaltungen werden organisiert. Eine aktuelle Kulturveranstaltungen ist eine Ausstellungen der Künstlerin Ursula Behr. Die kürzlich verstorbene Malerin zeichnete einige Bilder in Syrien, um die Missstände aufzuzeigen. Heinrich Bücker veröffentlichte ihre Arbeit über all seine Kanäle. Beide vertreten die selbe Meinung im Syrienkrieg: Das Assad-Regime wird in ihren Augen zu unrecht als Schuldige angesehen. Moskau und Damaskus werden im Anti-War Café mit Einschränkungen durchaus unterstützt ebenso die Bemühungen, Syrien von bewaffneten Oppositionstruppen zu befreien.

Seit zehn Jahren steht das Café nun an der Rochstraße 3 in Berlin. Seit zehn Jahren weist Heinrich Bücker auf soziale Missstände hin, verbreitet Theorien, welche nicht immer dem entsprechen, was die Mainstream-Medien aussagen und er versucht, eine gleichgesinnte Community aufzubauen. Was ist seine Motivation? Was möchte er damit bewirken?
In unserer Reportage «Kneipendemo» gehen wir diesen Fragen in einem Gespräch mit Heinrich Bücker und seinen Gästen im Café auf die Spur. Des Weiteren besuchen wir eine Veranstaltung über die linke Sammlungsbewegung, welche im Café stattfinden wird. #Aufstehen wurde von der Politikerin Sahra Wagenknecht ins Leben gerufen, denn sie sieht die deutsche Demokratie in einer Krise. Behandelt werden dabei Themen, wie die aktuellen Ausschreitungen in Chemnitz.

Finden wir in Berlin die Antworten auf Fragen, welche die Menschheit seit Jahrzehnten sucht oder ist es lediglich eine Bar voller Verschwörungstheoretiker? Bild dir deine Meinung in unserem Video:

Team

Eric Morgenthaler:
Regie

Charleen Bretteville:
Produktionsleitung

Nicolas Döbelin:
Kamera 1 & Color Grading

Daniel Flückiger:
Kamera 2

Yanis Wälti:
Ton & Schnitt

Jan Leibacher:
Making-Of

Weitere Arbeiten wie die Erstellung des Konzepts und der Dokumentation wurden im Team erarbeitet.

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